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Wird dieser Zustand über längere Zeit aufrecht erhalten, hat er jedoch fatale
negative Folgen für das eigene Selbstwertgefühl, die allgemeine Stimmungslage und
die Motivation.
Um aus diesem Zustand herauszukommen, ist eine Einstellungsänderung notwendig:
vom "Opfer" hin zum "Akteur", vom passiven Erdulden hin zur aktiven Veränderung,
von der überkritischen Fokussierung auf und Verallgemeinerung von Misserfolgen
hin zur nüchternen Betrachtung ihrer tatsächlichen Häufigkeit / ihres tatsächlichen
Stellenwertes mit anschliessender Analyse, welche Ansatzpunkte für eigenes Handeln
sie liefern. Erst wenn der Betroffene bereit ist, die Dinge selbst in die Hand zu
nehmen und den eigenen Anteil an den vermeintlich rein extern
bedingten stressauslösenden Umstände zu erkennen, kann eine grundlegende
Veränderung bzw. neue Möglichkeiten der Bewältigung von Stressfaktoren beginnen.
Eine solche Einstellungsänderung ist alles andere als leicht - insbesondere dann nicht,
wenn man schon in einem vorangeschrittenen Stadium der Erschöpfung und Überforderung
steckt. Um Zuversicht in die Fähigkeit zurückzugewinnen, die Dinge beeinflussen zu
können, kann in einigen Fällen die Hilfe eines Therapeuten notwendig sein.
25.11.2010 - cmz
Fussnoten:
1)
Litzcke, S. M. & Schuh, H. (2007): Stress, Mobbing, Burn-Out am Arbeitsplatz:
Umgang mit Leistungs- und Zeitdruck. 4. vollst. überarbeit. Aufl.,
Berlin, Heidelberg: Springer.
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