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Burnout Syndrom - was ist das?

was ist burnout

"Burnout" (engl. "to burn out" = "ausbrennen") ist ein Sammelbegriff und steht für einen emotionalen, geistigen und körperlichen Erschöpfungszustand, der durch eine Antriebs- und Leistungsschwäche gekennzeichnet ist und typischerweise am Ende eines monate- oder sogar jahrelang andauernden "Teufelskreises" aus Überarbeitung und Überforderung steht. "Burnout" und "Burnout Syndrom" meinen das Selbe.

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Wenn man eine Kerze an beiden Seiten anzündet, mag sie eine Zeit doppelt so viel Licht spenden - aber sie ist auch doppelt so schnell abgebrannt!

(Myron Rush)

Burnout oder "nur" Eisenmangel?

Das Eisenmangel-Syndrom und die Eisenmangel-
Anämie haben Burnout-ähnliche Symptome...   mehr>>

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Burnout: die "Krankheit der Tüchtigen"

Vor allem die Pflichtbewussten, Menschen die sich einsetzen und denen gute Resultate wichtig sind, die es genau nehmen mit dem was sie tun, die sind besonders gefährdet.

Ein Burnout kann prinzipiell jeden treffen, d.h. nicht nur Berufstätige, sondern auch Hausfrauen, Arbeitslose, Rentner oder Schüler. Da die Burnout-Forschung aber in der Untersuchung spezieller Berufsgruppen wurzelt, beziehen sich die meisten Beschreibungen und Analysen auf Betroffene in der erwerbstätigen Bevölkerung.

Spätestens seit Bekanntwerden prominenter Burnout-Fälle unter weltweit bekannten Sportlern (wie beispielsweise Profifussballer Jan Simák oder Skispringer Sven Hannawald), Popstars (so z.B. Mariah Carey, Chris Watrin von US5 oder Peter Plate von Rosenstolz) und Politikern (z.B. der deutsche Ministerpräsident Matthias Platzeck oder der ehemalige Parteipräsident der FDP Schweiz Rolf Schweiger1)), die deswegen ihre Karrieren beenden oder zumindest zeitweise auf Eis legen mussten, rückt das Burnout Syndrom zunehmend in die öffentliche Aufmerksamkeit und in das Blickfeld der Medien.

Repräsentativen Studien2) zufolge sind rund 7% aller Erwerbstätigen von einem Burnout-Syndrom betroffen, etliche weitere sind Burnout-gefährdet. Die Vorkommenshäufigkeit ist in bestimmten Berufsgruppen (wie z.B. Manager, Unternehmensberater, Unternehmer, Lehrer, Sozialarbeiter, Pflegepersonal, Gefängnispersonal, Pfarrer, Ärzte etc.) deutlich höher als in anderen. Entscheidend für das Zustandekommen eines Burnout-Syndroms ist aber nicht etwa die Anzahl der Arbeitswochenstunden oder die Art der beruflichen Aufgaben, sondern komplexe Wechselwirkungen von Arbeitsbedingungen und individuellen Voraussetzungen, die zu anhaltendem Stress und schliesslich zur vollständigen Erschöpfung führen. (Mehr hierzu unter Burnout-Syndrom Ursachen)

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03.11.2012 - cmz

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Fussnoten:

1) Siehe hierzu: NZZ-Artikel

2) Als Beispiel seien hier zwei repräsentative Studien angeführt:
die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2005/2006 ist eine Repräsentativbefragung von 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland, die gemeinsam vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt wurde. In dieser Befragung wurde Burnout als "chronischer Erschöpfungszustand mit Krankheitsgefühl, der bereits seit sechs Monaten andauert" verstanden. Die Befragten sollten angeben, ob sie "während oder unmittelbar nach der Arbeit häufig" an Burnout litten (Antwort: Ja / Nein). Im Mittel fühlten sich in dieser Befragung 7,1% der Teilnehmer ausgebrannt.
Eine epidemiologische Querschnittsstudie der arbeitenden Bevölkerung von Finnland (Health 2000-Studie), in der über 11.000 Erwerbstätige befragt wurden, fand eine Vorkommenshäufigkeit von 25% von mildem Burnout und von 2,4% von schwerem Burnout für Männer und Frauen vor.

 

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