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Die Alarmsignale sind für aussenstehende Beobachter nicht zu übersehen,
aber den Betroffenen selbst ist es nicht möglich, ihre Lage richtig einzuschätzen.
So gaben 2/3 der Manager an, ein Burnout sei keinesfalls ein Grund für einen Jobwechsel.
Lediglich 7% konnten sich vorstellen, wegen einem Burnout-Syndrom
ihre berufliche Situation zu überdenken und falls notwendig zu verändern.
40% der Manager finden, die Unternehmen könnten Burnout-Fälle unter den
Mitarbeitern durch Präventivmassnahmen verhüten, beispielsweise durch
das Ermöglichen von Erholungsphasen im Arbeitsalltag. Die Urheber der Studie
bezweifeln den Sinn dieses Lösungsansatzes bei bereits "ausgebrannten" Mitarbeitern
allerdings, zumal die überlasteten Führungskräfte auch angaben, dass es ihnen
nicht mehr möglich ist abzuschalten und
dass sie schon die vorhandenen Angebote und Möglichkeiten zur Erholung nicht nutzen
können.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass viele Manager schon tief in der Burnout-Falle
stecken und sich in einem Stadium befinden, in dem es sehr schwer ist,
ohne Hilfe und massive persönliche Veränderungen der Abwärtsspirale zu entkommen.
Prävention muss viel früher ansetzen, meinen die Wissenschaftler. Mitarbeiter
müssen wieder lernen, sich zu erholen. Unternehmen müssen erkennen, dass Leistung und
Erholung sich abwechseln müssen und dass es nicht ausreicht, ein leistungsförderndes
Umfeld zu schaffen, sondern auch ein erholungsförderndes.
07.11.2010 - js
Fussnoten:
1)
Bertelsmann Stiftung, Institut sciencetransfer (2009):
zur Studie.
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