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Ein Burnout ist ein Erschöpfungssyndrom, das sich über
längere Zeit schleichend durch Überforderung wie
Stress entwickeln kann. Häufig trifft es
gerade sehr engagierte Personen

Burnout: Phasenmodelle (Fortsetzung)

Freudenberger & North (1992) 1)

  1. Der Zwang, sich zu beweisen
  2. Verstärkter Einsatz
  3. Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
  4. Verdrängung von Konflikten
  5. Umdeutung von Werten
  6. Leugnung der Probleme
  7. Rückzug
  8. Beobachtbare Verhaltensveränderungen
  9. Depersonalisation
  10. Innere Leere
  11. Depression
  12. völlige Erschöpfung

Burisch (2006) 2)

  1. Warnsymptome der Anfangsphase
    • Überhöhter Energieeinsatz ( z.B. Hyperaktivität und freiwillige unbezahlte Mehrarbeit und Verleugnung eigener Bedürfnisse)
    • Erschöpfung (z. B. Energiemangel, Unausgeschlafenheit)
  2. Reduziertes Engagement
    • für Klienten und Patienten (z. B. Verlust positiver Gefühle, grössere Distanz gegenüber Klienten)
    • für andere allgemein (z. B. Verlust von Empathie, Auftreten von Zynismus)
    • für die Arbeit (z. B. Desillusionierung, Widerwillen und Überdruss, Fehlzeiten)
    • erhöhte Ansprüche (z. B. Gefühl mangelnder Anerkennung und/oder Gefühl, ausgebeutet zu werden)
  3. Emotionale Reaktionen
    • in Form von Depressionen (z. B. Schuldgefühle, Insuffizienzgefühle, Selbstmitleid)
    • in Form von Aggressionen (z. B. Vorwürfe an andere, Reizbarkeit, Schuldzuweisungen, Launenhaftigkeit)
  4. Abbau
    • der kognitiven Leistungsfähigkeit (z. B. Desorganisation, Entscheidungsunfähigkeit, Konzentrationsschwäche)
    • der Motivation(z. B. Dienst nach Vorschrift, verringerte Initiative)
    • der Kreativität (z. B. verringerte Phantasie und Flexibilität)
    • Entdifferenzierung (z. B. rigides Schwarzweissdenken, Widerstand gegen Veränderungen aller Art)
  5. Verflachung
    • des emotionalen Lebens (z.B. Gleichgültigkeit)
    • des sozialen Lebens (z .B. Meidung informeller Kontakte, Einsamkeit)
    • des geistigen Lebens (z. B. Aufgabe von Hobbys, allgemeines Desinteresse)
  6. Psychosomatische Reaktionen(z.B. in Form von Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden etc.)
  7. Verzweiflung: Gefühl der Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit bis hin zu Selbstmordabsichten

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19.11.2012 - cmz


Fussnoten:

1) Freudenberger, H. & North, G. (1992). Burn-out bei Frauen. Über das Gefühl des Ausgebranntseins. Frankfurt a.M.: Krüger.

2) Burisch, M. (2006): Das Burnout-Syndrom (2. Aufl.). Heidelberg: Springer.