Burnout zeigt sich durch andauernden Missmut, psychophysische Erschöpfung,
Durchschlafstörungen, chronische Müdigkeit und eventuell durch
süchtige Kompensationsversuche. Bei Fortbestehen der
Störung können Depressionen, Ängste, Sinnkrisen
und körperliche Beschwerden hinzukommen.
Ein Burnout-Syndrom sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Die Folgen eines Burnouts können schwerwiegend sein. Es geht los mit
einer zeitweiligen Leistungsminderung für die Betroffenen, kann
aber durchaus zur Frührente (Invalidität) oder sogar zum Suizid führen.
Und mit zunehmendem Schweregrad des Burnouts steigt überdies auch die Wahrscheinlichkeit,
im weiteren Verlauf an einer Depression oder an einer Sucht zu erkranken.
Die Konsequenzen eines Burnouts beschränken sich jedoch nicht nur auf die Betroffenen und ihr
unmittelbares soziales Umfeld, sondern haben auch ökonomische Auswirkungen: erhöhte Fehlzeiten,
höhere Fluktuation und geringere Produktivität in der Organisation sind die Folge.
Im Jahr 2000 versuchte das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft in einer Studie1),
die volkswirtschaftlichen Kosten von Stress am Arbeitsplatz zu beziffern.
Darin heisst es: "Die Studie schätzt die Arztkosten und Kosten wegen Produktionsausfällen
aufgrund von Stress-Leiden auf etwas mehr als 4 Milliarden Schweizerfranken,
was etwa 1.2% des BIP entspricht." (Ramaciotti und Perriard, 2003)
Für Deutschland beziffert eine Studie2) der Betriebskrankenkassen aus dem Jahr 2008
die durch arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachten volkswirtschaftlichen
Kosten auf rund 6,3 Milliarden Euro pro Jahr.
In derartige Rechnungen sind allerdings noch nicht die weiteren sozialen Folgekosten
(Scheidungen, Verhaltensauffälligkeiten von Kindern) einkalkuliert, die im familiären Umfeld
der Burnout-Betroffenen entstehen können.
Mit den o.g. Zahlen werden zunehmend Forderungen laut, das Thema "Stressprävention am Arbeitsplatz"
ganz oben auf die Agenda von Unternehmen und Organisationen zu setzen
(Mehr hierzu siehe unter Burnout Behandlung / Burnout Therapie).
Umgesetzt werden diese Forderungen aber nur zögerlich - noch fehlt in vielen Fällen das Bewusstsein
dafür, welchen engen Zusammenhang Stress-Leiden der Mitarbeiter mit unternehmensinternen
Arbeitsbedingungen und ökonomischen Folgekosten für das Unternehmen aufweisen.
1)
Die Publikationen der SECO-Studie finden Sie hier
2)
Eine Kurzbeschreibung der Studie finden Sie
hier.
Für die Berechnung der indirekt verursachten Kosten psychischer Belastungen
(d.h. der Verlust an Erwerbsjahren durch Frühberentung) wurde in dieser Studie
auf statistische Daten aus dem Jahr 2004 zurückgegriffen.
Du weißt nicht mehr, wie
Blumen duften, kennst
nur die Arbeit und
das Schuften.
So geh'n sie hin die
schönsten Jahre,
am Ende liegst
Du auf der Bahre.
Und hinter Dir, da grinst der Tod:
"Kaputtgerackert" -
"Vollidiot!"