Burisch (2006) 2)
- Warnsymptome der Anfangsphase
- Überhöhter Energieeinsatz ( z.B. Hyperaktivität und freiwillige
unbezahlte Mehrarbeit und Verleugnung eigener Bedürfnisse)
- Erschöpfung (z. B. Energiemangel, Unausgeschlafenheit)
- Reduziertes Engagement
- für Klienten und Patienten
(z. B. Verlust positiver Gefühle, grössere Distanz gegenüber Klienten)
- für andere allgemein (z. B. Verlust von Empathie, Auftreten von Zynismus)
- für die Arbeit (z. B. Desillusionierung, Widerwillen und Überdruss, Fehlzeiten)
- erhöhte Ansprüche (z. B. Gefühl mangelnder Anerkennung und/oder Gefühl,
ausgebeutet zu werden)
- Emotionale Reaktionen
- in Form von Depressionen (z. B. Schuldgefühle,
Insuffizienzgefühle, Selbstmitleid)
- in Form von Aggressionen (z. B. Vorwürfe an andere, Reizbarkeit,
Schuldzuweisungen, Launenhaftigkeit)
- Abbau
- der kognitiven Leistungsfähigkeit (z. B. Desorganisation,
Entscheidungsunfähigkeit, Konzentrationsschwäche)
- der Motivation(z. B. Dienst nach Vorschrift, verringerte Initiative)
- der Kreativität (z. B. verringerte Phantasie und Flexibilität)
- Entdifferenzierung (z. B. rigides Schwarzweissdenken,
Widerstand gegen Veränderungen aller Art)
- Verflachung
- des emotionalen Lebens (z.B. Gleichgültigkeit)
- des sozialen Lebens (z .B. Meidung informeller Kontakte, Einsamkeit)
- des geistigen Lebens (z. B. Aufgabe von Hobbys, allgemeines Desinteresse)
- Psychosomatische Reaktionen
(z.B. in Form von Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden etc.)
- Verzweiflung: Gefühl der Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit bis hin
zu Selbstmordabsichten
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19.11.2010 - cmz
Fussnoten:
1)
Freudenberger, H. & North, G. (1992). Burn-out bei Frauen.
Über das Gefühl des Ausgebranntseins. Frankfurt a.M.: Krüger.
2)
Burisch, M. (2006): Das Burnout-Syndrom (2. Aufl.). Heidelberg: Springer.
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