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Nun liesse sich einfach behaupten, Burnout-Betroffene seien in weiten Teilen selbst
an ihrem Schicksal schuld, immerhin hat sie ja keiner gezwungen, sich im Job
derart aufzureiben und zu verausgaben. Würden sie ein bisschen vernünftiger
oder kompetenter mit der Stressbelastung umgehen oder sich ein bisschen mehr
schonen, wäre das Problem schon behoben, könnte man meinen.
Diese Sichtweise ist gar nicht so selten anzutreffen, verharmlost aber,
dass bestimmte gesellschaftliche Wertvorstellungen und konkrete
organisationsstrukturelle Massnahmen massiv und systematisch zu einer Förderung
der burnoutförderlichen Faktoren beitragen.
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13.11.2010 - cmz
Fussnoten:
1)
Rensing, L., Koch, M., Rippe, B.& Rippe V. (2006): Mensch im Stress: Psyche, Körper,
Moleküle. München: Spektrum Akademischer Verlag
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