Ein Burnout ist ein Erschöpfungssyndrom, das sich über
längere Zeit schleichend durch Überforderung wie
Stress entwickeln kann. Häufig trifft es
gerade sehr engagierte Personen.

 

 

 

 

Die Entwicklung dieser psychischen und physischen Symptome als Folgen von Dauerstress lässt sich aus pathologischer Sicht auch am Organismus des Betroffenen nachvollziehen (vgl. Rensing et al. 20061)). Dauerstress führt u.a. zu einer erhöhten Konzentration des Stresshormons Cortisol im Blut. Cortisol wirkt lange Zeit wie ein Aufputschmittel für den Körper, führt aber bei "Dauereinsatz" zu Gedächtnis-, Appetit-, Libido- und Schlafstörungen, verstärktem Fettansatz, Muskelschwund und Depressionen.

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Nun liesse sich einfach behaupten, Burnout-Betroffene seien in weiten Teilen selbst an ihrem Schicksal schuld, immerhin hat sie ja keiner gezwungen, sich im Job derart aufzureiben und zu verausgaben. Würden sie ein bisschen vernünftiger oder kompetenter mit der Stressbelastung umgehen oder sich ein bisschen mehr schonen, wäre das Problem schon behoben, könnte man meinen. Diese Sichtweise ist gar nicht so selten anzutreffen, verharmlost aber, dass bestimmte gesellschaftliche Wertvorstellungen und konkrete organisationsstrukturelle Massnahmen massiv und systematisch zu einer Förderung der burnoutförderlichen Faktoren beitragen.

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13.11.2010 - cmz


Fussnoten:

1) Rensing, L., Koch, M., Rippe, B.& Rippe V. (2006): Mensch im Stress: Psyche, Körper, Moleküle. München: Spektrum Akademischer Verlag

 








 
 

 

 

 

 

 

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