Ein Burnout ist ein Erschöpfungssyndrom, das sich über
längere Zeit schleichend durch Überforderung wie
Stress entwickeln kann. Häufig trifft es
gerade sehr engagierte Personen.
Wichtig ist es aber festzuhalten, dass keineswegs alle Menschen,
die derartigen personenexternen Belastungen ausgesetzt sind, deshalb dann
in der Folge ein Burnout bekommen. Damit das Burnout-Syndrom entsteht,
müssen die externen Belastungsfaktoren zum einen über einen längeren
Zeitraum andauern und zum anderen müssen noch bestimmte personeninterne
Faktoren dazukommen. Erst dann kommt es zu einer
explosiven Mischung, die zur völligen Erschöpfung führen kann - aber nicht muss.
Zu den personeninternen Faktoren gehören Persönlichkeitseigenschaften, die sich für
das Individuum anfänglich zumeist als durchaus karriereförderlich erweisen und im
Volksmund als "Macher-Typen", als "Burner" oder als "High Performer" bezeichnet werden.
Zu diesen Persönlichkeitseigenschaften zählen typischerweise:
ein hoher Leistungsanspruch an sich selbst, Idealismus und Perfektionswillen,
sowie damit einhergehend: hohe Versagensängste
hohe bzw. unrealistische berufsbezogene Erwartungen (beispielsweise der Irrglaube
an grundsätzlich kooperative und dankbare Klienten), der intensive Wunsch nach
leistungsbezogener Anerkennung, grosser Ehrgeiz und das Bedürfnis, sich zu beweisen
die Schwierigkeit, nein zu sagen (z.B. aus Angst vor Zurückweisung);
Wunsch, es jedem recht zu machen
mangelnde Distanzierungsfähigkeit von bzw. Über-Identifizierung mit der Arbeit
ein Misstrauen gegenüber anderen Menschen und Selbstüberschätzung der eigenen
Fähigkeiten
die Tendenz, die eigenen (Regenerations-)Bedürfnisse langfristig zu ignorieren,
Überdruss und Unzufriedenheit zu verleugnen und Warnsignale des Körpers zu missachten
Wenn die o.g. internen und externen Faktoren zusammentreffen und über einen längeren
Zeitraum andauern, wird eine Abwärtsspirale von Überlastung und (Selbst-)Überforderung
in Gang gesetzt, an deren Ende schliesslich der Zusammenbruch steht.
Aber wie genau wirken diese Faktoren zusammen und welche einzelnen Entwicklungsstufen
kennzeichnen die Abwärtsspirale?