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Diesen Zustand der physischen und psychischen Erschöpfung, die mit einer zunehmenden
Distanzierung von den Klienten und verminderter Arbeitsleistung einherging, bezeichnete er
als "burn-out".
Es gibt keine medizinische oder psychologische Standard-Definition von Burnout,
geschweige denn ein einheitliches theoretisches Konzept. Viele Definitionen bestehen aus
einer Beschreibung des Symptombildes, über das Demerouti
2) kritisch bemerkt, es weise in Summe
"eine verwirrende Heterogenität und ein hohes Mass an Widersprüchlichkeit" auf.
Eine unter Wissenschaftlern oftmals verwendete Definition des Burnout-Syndroms stammt von
Maslach und Jackson 3).
Sie verstehen Burnout "...als ein Syndrom emotionaler
Erschöpfung, Depersonalisierung und reduzierter persönlicher Leistungsfähigkeit, das bei
Individuen, die in irgendeiner Weise mit Menschen arbeiten, auftreten kann".
Schaufeli und Enzmann 4) definieren
Burnout folgendermassen: "Burnout ist ein dauerhafter,
negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand 'normaler' Individuen.
Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekennzeichnet, begleitet von Unruhe und
Anspannung, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation und der
Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit."
Fussnoten:
1)
Freudenberger, H. J. (1974): Staff burn-out. Journal of Social Issues, 30, S. 159 - 165
2)
Demerouti, E. (1999): Burnout: Eine Folge konkreter Arbeitsbedingungen bei Dienstleistungs- und Produktionstätigkeiten. Frankfurt: Peter Lang.
3)
Maslach, C. & Jackson, S. E. (1984): Patterns of burnout among a national sample of public contact workers. In: Journal of Health and Human Resources Administration, 7, S. 189-212.
4)
Schaufeli, W. B. & Enzmann, D. (1998): The Burnout Companion to Study and Practice: A Critical Analysis. London: Taylor & Francis.
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